Einst war die Adelegg der liebste Fluchtpunkt des Schwäbischen Alb-Vereines. Begeistert sprachen die Wanderer um 1900 von den »württembergischen Alpen« und die Skifahrer vom »württembergischen Sibirien«, der Aufstieg zum Schwarzen Grat galt noch als Abenteuer, besonders im Winter. Die Schletter Alpe sah zahllose Besucher, die von den Höhen der Adelegg die unvergleichliche Aussicht genossen.
In Kreuzthal-Eisenbach blühte der Fremdenverkehr besonders zwischen den Kriegen und noch bis in die 1960er Jahre – die Zeit des Höfesterbens und der Aufforstung.
In jüngster Zeit wird die Adelegg neu entdeckt – auch dank Mountainbike und Schneeschuh. Naherholung gewinnt für viele Menschen neuen Reiz. Auch die geplante Feriensiedlung Center Parcs Allgäu wird der Adelegg neue Besucher bringen.
Ein Konzept für eine Belebung von Kreuzthal und der Adelegg wird auf naturnahe Erholung setzen, auf Gäste, die ihren ökologischen Fußabdruck überdenken. Im Rahmen von Führungen können die Besucher die historischen, ökologischen und kulturellen Besonderheiten dieser Region schätzen lernen. Speziell der jungen Generation sollen Einblicke eröffnet werden in Natur und Landschaftspflege. Stichwort: Naturpädagogik, Lernort Bauernhof.
Vorbildhaft das Projekt Schmidsfelden mit Glasmuseum und Naturschutzstation und seit 2007 der Glasmacher-Themenweg, der die einstige Glas-Zeit lebendig macht. Er führt von Unterkürnach über Schmidsfelden, Eisenbach, Eschachthal, Alpe Wenger Egg bis hinunter nach Wengen.
Gute Ansätze gibt es auch im touristischen Bereich: das denkmalgeschützte »Haus Tanne« mit Tagesangeboten für Gruppen, das renovierte »Kreuz« in der Dorfmitte von Kreuzthal, Ferien auf dem Bauernhof bei Schads in Krummen und weitere Ferienwohnungen.
Die Adelegg als Oase der Naherholung, so lautet das Ziel. Gute Ideen sind dafür gefragt, wir wollen mit unserer Initiative die Diskussion eröffnen. Nehmen Sie
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